Von der Hoffnung getragen das Paradies zu finden, segeln die beiden Freunde, Mike und Bill über die Weiten des Meeres. Eines Tages geraten sie in einen furchtbaren Sturm. Ihr Boot zerschellt an einem Riff und sie können sich mit letzter Kraft auf eine nahe gelegene tropische Insel retten.
Am nächsten Morgen entdecken die Eingeborenen, die beiden durchnässten und ausgezehrten Männer am Strand. Sie bringen sie in ihr Dorf, geben ihnen trockene Kleider und versorgen sie mit Nahrung. Am Abend dann, sitzen Mike und Bill mit den Bewohnern des Dorfes am Feuer und nehmen mit ihnen das Abendessen ein. Mike starrt unablässig eine Frau an, die das Essen serviert. Er stösst seinen Freund an und sagt: Siehst Du diese Frau da Sie wird meine Frau! Bill antwortet entsetzt: Was? Schau sie doch mal an. Ihre Haare hängen ihr wirr ins Gesicht und ihre Schultern hängen herunter. Sie hat eine riesige Lücke zwischen ihren Vorderzähnen und ausserdem ist sie auf alle stinksauer. Aber Mike bleibt dabei und doppelt nach, wie wunderschön sie sei. Bill fleht ihn an: Bald gehen wir hier weg und segeln zu einer der grössten Inseln. Von da fahren wir nach Hause und Du kannst Dir eine richtige Frau suchen. Mike sagt aber entschlossen: „Ich werde sie heiraten und den Rest meines Lebens mit ihr verbringen!“
Auch am nächsten Morgen hat MIke seine Meinung nicht geändert. Die Woche darauf auch nicht. Schliesslich baut sich Bill ein Floss aus Bambus und Schilfmatten. Damit segelt er zurück in seine Heimat.
Mike hingegen begibt sich zum Häuptling und sagt ihm: „Hör mal zu, Häuptling, diese Frau, die mit den wilden Haaren und der Lücke zwischen den Zähnen. Ich möchte sie heiraten.“ Daraufhin entgegnet der Häuptling: “Wenn Du in unserem Dorf eine Frau heiraten willst, musst Du für sie bezahlen. Jede Frau hat einen anderen Wert. Irgendwo zwischen einer und zehn Kühen. Die Frau, die Du willst, kannst Du für zwei Kühe haben. Mike entgegnet zornig „Das ist keine zwei-Kuh-Frau. Das ist eine 10-Kuh Frau!“.
Der Häuptling fängt an zu lachen und sagt:“ Hast Du nicht ihre herunterhängenden Schultern gesehen? Die Art, wie sie sich kleidet? Wie sie auf jeden sauer ist? Sie ist noch nicht einmal eine zwei-Kuh-Frau. In Wirklichkeit ist sie nur eine Kuh wert. Aber ich habe zwei gesagt, damit wir Spielraum zum handeln haben.“ Mike beharrt weiter darauf: “Ich werde sie heiraten und 10 Kühe für sie bezahlen! Der Häuptling sagte darauf: „Du zerstörst das Wertesystem unserer Stammesfrauen, aber Du unbedingt 10 Kühe für sie bezahlen willst, werde ich Dich einfach als Beispiel für einen verrückten Amerikaner nehmen.
Weil Mike kein Geld hat, arbeitet er über ein Jahr lang sehr hart, um die 10 Kühe zu verdienen. Schliesslich heiratet er die Frau.
Etwa ein Jahr später kommt Bill mit seinem neuen Segelboot zurück auf die Insel. Er fragt im Dorf nach seinem alten Freund. Die Dorfbewohner deuten auf einen Punkt am Strand und sagen: Er wohnt in dem Haus am Ende dieses Pfades. Bill läuft hin und klopft an die Tür. Eine wunderschöne Frau öffnet ihm. Ja bitte? Bill starrt sie nur an. Er hat das Gefühl, im falschen Haus gelandet zu sein und fragt verunsichert nach Mike.
„Ja, er ist hier“, sagte die Frau, „komm doch bitte herein“. Die beiden Freunde fallen sich um den Hals, lachen und fangen an Geschichten auszutauschen. Die Frau bringt frischen Mangosaft. Danach heissen Tee und ein köstliches, üppiges Mahl mit scharfer Kokosmilch, frischem Fisch und Reis.
Nach einer Weile fragt Bill: „Als wir hier vor ein paar Jahren gestrandet sind, bist Du durchgedreht. Erinnerst Du Dich? Du hast diese unmögliche Frau mit den herunterhängenden Schultern und dem wirren Haar angestarrt. Du bist wegen dieser Hexe hier geblieben. Jetzt hast Du dieses grossartige Haus im Paradies und lebst mit einer wundervollen erotischen Inselkönigin zusammen. Ich bin froh, dass Du zur Besinnung gekommen bist. Aber was ist den eigentlich aus dieser anderen geworden?
Mike deutet auf die Küche und sagt: Ich habe sie geheiratet. Was sonst. Sie hat Dir die Tür geöffnet, Dich willkommen geheissen und für uns das Essen zubereitet. Das ist sie.
„Auf keinen Fall!“ sagt Bill. Das ist sie nicht. Die Frau trug Lumpen. Ihr Geist war ruiniert. Sie war dürr, ihr Geist war ruiniert und sie war auf jeden sauer. Auf keinen Fall ist das die Gleiche!“. Diese Frau hier ist eine Göttin, fuhr er weiter, „Sie strahlt und ist voller Leibe und Zuversicht. Ihre Augen leuchten! Du lügst mich an. Mike.“ „Nein“, erwiderte Mike. Das ist meine 10 -Kuh- Frau.“ Dann ruft er nach seiner Frau: “Maria, würdest Du bitte meinem Freund erklären, wer Du bist?“ Sie lächelte Bill an und sagt: „Ja ich bin es wirklich und während sie lächelt, kann Bill die Lücke zwischen Ihren beiden Vorderzähnen sehen. Er fragt erstaunt: „Was ist mit Dir passiert?“
Sie deutet auf Mike, lächelt wieder und sagt: „Das war er. Mein Mann hat das aus mir gemacht.“
„Und wie?“ fragte Bill ungläubig? Maria beginnt behutsam zu erzählen:“ Seit ich ein kleines Mädchen war, wusste ich, dass ich eigentlich nur eine Zehnkuh- Frau werde. Jeder im Dorf, meine Freunde und Familie eingeschlossen, betrachteten mich als Zehn-Kuh- Frau und verhielten sich dementsprechend. Dann kommt Mike und sagt mir, ich sei 10 Kühe wert!“
Anfangs habe ich mich gewehrt. Aber dann hat er tatsächlich die 10 Kühe bezahlt - 10 Kühe! Für mich! Und zur Hochzeit organisiert er eine 10-Kuh- Hochzeitsfeier. Ich trage ein 10 -Kuh- Hochzeitskleid Ich ! Und dann baute er mir dieses traumhafte 10 Kuh Haus. Ich sehe, wie er schwitzt, das Holz sägt, die Bretter trägt und das Dach deckt. Ich sehe, dass er seinem Vorgehen vollständig vertraut. Und jeden Abend führt er eine 10-Kuh-Schulter- und Fussmassagen-Zeremonie durch.
Jeden Morgen verwöhnt er mich mit einer 10-Kuh-Frühstücks-Zeremonie im Bett. Anfangs konnte ich damit nicht umgehen. Es war kein Zuckerschlecken mit mir. Aber ich konnte nichts machen, um ihn umzustimmen. Selbst jetzt weigert er sich,davon abzulassen. Er spricht mit mir nur wie mit einer 10-Kuh-Frau. Er behandelt mich in jeder Weise wie eine 10-Kuh-Frau. Er stellt mich sogar jedem als seine 10-Kuh-Frau vor. Irgendwann konnte ich keine Einwände mehr dagegen erheben. Meine alte Meinung über mich selbst schwand dahin. Ich begann mich durch seine Augen zu erfahren. Ich wurde zu einer 10-Kuh-Frau. Er behandelt mich in jeder Weise wie einen 10-Kuh-Frau.
Ich begann mich durch seine Augen zu sehen. Ich wurde zu einer 10-Kuh-Frau. Einige Minuten lang herrscht völlige Stille. Man konnte hören, wie die Wellen sanft gegen das Korallenriff schlugen. Dann sieht Bill zu Mike herüber und fragt: Hast Du das gemacht, um sie glücklich zu machen?
Mike sagt: ich habe das gemacht, weil ich mit einer 10-Kuh-Frau leben wollte.
Dies gilt für Mann genauso wie für die Frau! Du hast es in der Hand zu was Dein Gegenüber wird!
Zu den geistigen Spinnweben gehört auch der Gedanke, dass unser Handeln einzig der Vernunft entspringe - während in Wirklichkeit das geschieht, was wir tun wollen. Wir treffen Entscheidungen. In unserem Denken sehen wir uns gezwungen, Schlussfolgerungen zu ziehen. Diese sind von dem starken inneren Drang unseres Unterbewusstseins beeinflusst. Jedermann gehorcht dieser Tendenz, auch die grossen Denker und Philosophen.
Im Jahre 31 v. Chr. wollte ein griechischer Philosoph, der in einer ägöaischen Hafenstadt lebte, nach Karthago reisen. Er war Lehrer für Logik, also erwog er das Für und Wieder dieser Reise. Für jeden Grund , der für die Reise sprach, fand er Gegenargumente. Zum Beispiel, dass er Seekrank würde. Dass ein kleines Schiff gefährlich war und ein Sturm sein Leben gefährden könnte. Priaten mit schenllen Segelschiffen lagen auf der Lauer, um Handelsschiffe zu überafllen. Würde sein Schiff von ihnen gekapert werden, so wäre sein irdisches Habe verloren,. und er selbst geriete in Sklaverei. Die Klugheit gebot, die REise nicht zhu unternehmen. Aber er reiste trotzdem. WEil der reisen wollte. Die Geschichte zeigt, dass die Logik allen nicht entscheidet. Gefühl und Verstand sollten sich die Waage halten. Weder das eine noch das andere darf die Oberahnd gewinnen. Es ist manchmal besser, das zu tun, was Sie tun wollen, auch wenn Ihr Verstand Sie davor warnt. Was aber diesen Philosohen betrifft - er hatte iene überaus angenehme Reise und kehrte wohlbeahlten heim.
Sokrates der grosse Philosoph, der von 470 bis 399 v. Chr. in Athen lebte, ging als einer der hervorragendsten Denker aller Zeiten in die Geschichte ein. Aber so weise Sokrates auch war, in seinem Verstand gab es ebenfallst geistige Spinnweben.
Als junger Mann verliebte sich Sokrates in die überaus schöne XAntippe. Er war zwar kein gutaussehender Mann, aber er besass die Gabe der Überredungskunst. Solche Menschen scheinen immer das zu bekommen, was sie wollen. Es gelang Sokrates, Xanthippe zur Heirat zu überreden.
Nach den Flitterwochen bermerkte seine Frau seine Fehler, er die ihren. War er egoistisch und selbstsüchtig, so nörgelte sie immer an ihm herum. Sokrates soll gesagt haben: Mein Lebensziel ist es, gut mit den Menschen auszukommen. Ich w$hlte Xanthippe zur Frau, weil ich wusste, dass ich mit jedermann auskommen würde wenn es mir mit ihr gelang
Sokraktes Handlungen aber wiederspiegelten seine Worte. Es ist fraglich, ob er je versuchte, mit allen Menschen gut auszukommen. Wer allen Leuten beweisen will, dass sie im Unrecht sind, wirkt eher abstossend als anziehend.
Er behauptete, er ertrage Xanthippes Nörgeln, um seine Selbstdisziplon zu prüfen. Um wrikliches Selbstdisziplin zu entwickeln, hätte er jedoch versuchen müssen, seine Frau zu verstehen und mit Liebesbeweise zu beeinflussen, mit deren Hilfe er sie zur Heirat überredet hatte. Er sah nicht den Baldken im eigenen, sondern nur den Splitter im Auge seiner Frau.
Sicher war auch Xantippe nicht schuldlos. Sokrates und sie waren, wie viele Eheleute in unserer Zeit sind. Nach Ihrer Heirat versäumtne sie es einander weiterhin ihre wahren Gefühle, ihre Zuneigung, ihr Verständnis füreinander und ihre gegenseitige Liebe mitzuteilen. Sie versäumten ers, weiterhin dasselbe angenehme Wesen und jene geistige Einstellungen zu zeigen, die sie in der Zeit der ersten Liebe so glücklich gemacht hatte. Auch Nachlässigkeit gehört zu den geistigenSpinnweben.
Aber weder Sokrates noch Xanthippe konnten Erfolg durch positives Denken lesen. Sponst hätte Xantippe es verstanden, ihren Mann anzuspornen und ihr häusliches Leben glücklier zu gestalten. Auch hätte sie eher den Balken im eigenen als den Splitter in Sokrates Auge gesehen. Sie hätte gelernt, sich zhu beherrschen, hätte die Reaktionen ihres Mannes aufgegangen. Ja, sie hätte sogar den Trugschluss in seiner Logik beweisen können.
Lieber Leser fühlst Du Dich von einer dieser Geschichten angesprochen, oder siehst Du Dich in einer dieser Gestalten, ist es Zeit dass wir uns kennen lernen. Gerne kannst Du bei mir eine Sitzung buchen: +41 79 5801013